Informations conc. l'identification |
Title: | 1637, November |
Level: | Dossier |
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Zone du contenu et de la structure |
Content: | Anzeige des Vogtes zu Zwingen, J. J. von Ostein, dass Bernhard von Weimar mit weiteren Truppen am letzten Oktober von Laufen nach dem Freienberg gezogen sei. Korrespondenz wegen Befreiung des Stadtmeiers von Laufen, Simon Uebel, den der schwedische Oberst daselbst, Friederich Ludwig Kanoffsky von Langendorf, hatte verhaften lassen. Der Bischof schreibt deswegen an eine Herrn Ringler in Basel und der nach Büsserach geflüchtete Vogt von Zwingen an Kanoffsky selbst. Der Vogt von Pfeffingen, Jakob Christoph Blarer von Wartensee, zeigt Kanoffsky an, es sei ihm unmöglich, die "vergölsterten" Untertanen zur Rückkehr in ihre Dörfer zu veranlassen. Er flüchtet mit seinen Sachen nach Basel in den Domhof. [Das Schreiben stammt nicht vom Vogt zu Pfeffingen, sondern dem Bischof. (Fr. Kissling, Mai 2011)] Von dort schreiben er und sein Bruder, der Dompropst Wilhelm Blarer von Wartensee, an den Bischof um Interzession bei Solothurn, damit der Münchensteiner Rottmeister des Basler Oberwachtmeisters, Jonas Gross, den der Vogt auf Dorneck hatte verhaften lassen, in Freiheit gesetzt werde. Der Delsberger Vogt berichtet am 2. aus Münster über den Zug der weimarischen Armee - 5000 Mann - durch das Amt Delémont nach dem Freienberg; am 28. Oktober seien sie beim Pass "Sassis" (Sauley oder Sassy, ferme bei Ocourt) durchgedrungen; die Bauern hätten bei ihrer Ankunft den Pass verlassen; in Riettlingen (Recolaine) seien 8 Häuser verbrannt worden; in Stadt und Amt Delémont seien allein 2 Regimenter verblieben. Spätere Berichte desselben Vogtes aus Falkenstein und Basel (der bisch. Offizial halte sich in Gänsbrunnen auf). Berichte des Statthalters Maillot aus Delémont an den Delsberger Vogt in Basel über die Schweden in Stadt und Amt Delémont und im Freienberg. |
| Der Münstertaler Statthalter Wicka und der Schaffner Berlincourt zeigen aus Münster an, dass die Gesandten der kath. Orten und diejenigen des franz. Ambassadors auf ihrer Reise nach Delémont zu Bernhard von Weimar wegen Abführung seiner Truppen aus dem Bistum am 11. - 12. in Münster durchgereist seien; die Ehrengesandten der kath. Orten logierten teils im Stiftshaus teils in den Gasthäusern in Moutier auf Kosten des Amtes; Berlincourt geleitete sie nach Delbserg (Bernhard von Weimar wohnte im bisch. Hofe daselbst); Anzeige , dass die Wache "sur la montagne de Moutier" streifende Schweden erschossen und andere gefangen genommen habe. Relation des Bergschreibers über den schlechten Gang des Bergwerkes in Undervelier; Bernhard von Weimar habe dasselbe am 16. mit seinem Gefolge besichtigt, als er sich nach dem Freienberg begeben habe. Der Ergueler Vogt Benedikt Thellung schreibt aus Biel an den Meier Jakob Beynon in St-Imier, es dürfe keine Landesversammlung (wegen der von den Schweden begehrenden Kontribution) gehalten werden ohne seine Einwilligung. Den Vogt Thellung und Schaffner Thellung in Biel fordert der Bischof auf die Gefälle im Erguel (die einzigen, die ihm verbleiben) nach Biel zu schaffen. Ihnen und der Stadt Biel zeigt er an, dass alle 13 Orte der Eidgenossenschaft sich für das Bistum verwenden wollten. Der Stadt dankt er noch für ihre Obsorge in der Aufstellung der Wachen im Erguel. Die Gemeinde Tramelan meldet er am 29 ihrem Landvogt, die Schweden brächten so viel Vieh, Mobiliar und Lebensmittel aus dem Freienberg in ihr Dorf, um daselbst Wein und anderes zu kaufen, dass Leute aus den Nachbargebieten ihnen zuführten, dass es einem Markt ähnlich sei. Sie haben deshalb beschlossen, von jeder derartigen Wagenfuhr 3 Reichstaler (zur Deckung ihrer Auslagen wegen der Wache) zu erheben, welche Verordnung der Landvogt gutheissen möge. Bericht vom Bürgermeister Choullat aus St-Ursanne an den Landvogt Hendel (in Porrentruy) über die fortwährenden Forderungen des franz. Kommandanten daselbst. Hendel klagt dies dem Bischof. Dieser schreibt wieder an den Grafen von Grancey und erinnert ihn auf sein Versprechen, das Bistum bleibe von allen weiteren Anforderungen verschont, das er gegeben habe, als ihm dafür Geld erlegt worden sei; zur Abwendung des schwedischen Einfalls habe er jedoch nichts getan! Der Bischof schickt dem kaiserl. Kommandanten in Rheinfelden, Wilhelm von Wickerstein, Kriegsnachrichten. H. von Wissemberg aus Röttelen dem Landhofmeister auf Dorneck um solche. |
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URL: | https://archives-aaeb.jura.ch/detail.aspx?ID=441201 |
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